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#MÄNNERKOLUMNE No. 4 : Männer & Haushalt

11. April 2018

“Hausmänner: Kann man das ernstnehmen oder kann das weg?”

„Du passt auf das Kind auf? Kannst du das überhaupt?“ „Wow lecker! Bei dem Essen hat dir doch sicher deine Frau geholfen.“ Kommt dir einer dieser Sprüche bekannt vor? Ja? Wundert mich nicht!

In den letzten Jahrhunderten war der Mann ja auch der Ernährer, Beschützer, Kämpfer, Macher, der der keine Zeit für so n „Frauenkram“ hatte. Durch die Rollenbildverschiebung ist er das aber nun eben nicht mehr unbedingt. Trotzdem sitzt dieses Verständnis immer noch tief im Innern von uns allen.

Wie lange dieser Zustand so bleibt, liegt an uns. Wir sollten diesen Kreislauf endlich durchbrechen und auch vor unseren Kindern und vor allem für die Jungs der Vater sein, der nicht immer nur den Macher markiert. Dadurch zeigen wir unseren Jungs, dass wir auch Gefühle haben und auch mal nicht weiterwissen oder weinen. Nur dann werden über die nächsten Generationen hinweg die alten Stereotype verschwinden können. So lange unsere Kinder immer nur so aufwachsen, dass sie vor allem durch ihre Mütter, Schwestern, Tanten… erzogen werden, wird weiterhin alles Gefühlvolle als typisch Frau und dadurch als unmännlich gesehen werden.

Das hier ist kein Appell an Männer, ihre bisherige Männlichkeit aufzugeben. Es ist ein Appell, diese zu erweitern. So wie es die Frauen derzeit machen, sollten auch wir Männer uns emanzipieren. Und ihr Frauen dürft euch mehr mit uns Männern und unserem Mannsein auseinandersetzen, uns im Zugang zu unseren Gefühlen und in der Verantwortung der Miterziehung ernstnehmen. Trotzdem liegt die Hauptaufgabe bei uns: So lange wir keinen Zugang zu unserer Gefühlswelt haben, werden wir nie unsere gesamte Männlichkeit entdecken und auch weitergeben können.

Rob

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