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Allgemein Textschnipsel

Halloween-Kurzgeschichte 1/4

28. Oktober 2020

Liebe Freund*innen des Grusels,

Halloween steht vor der Tür. Höchste Zeit also, sich ein bisschen in Stimmung zu bringen. Packt eure Totenkopfkerzen und Lakritzspinnen aus und fürchtet euch mit uns! Teil 1 unserer Kurzgeschichten-Reihe komplett exklusiv für euch, ihr kleinen Geisterjäger …

 

Wie oft schon hatte Herr von Isenborth den Tag verflucht, an dem der Schlossverwalter seines Vaters angerufen und ihn über dessen Tod unterrichtet hatte.

Nicht etwa, weil ihm sein Vater viel bedeutet hätte, ganz im Gegenteil. Sein Tod war nicht das Problem, nein … vielmehr das, was er mit sich gebracht hatte. Herr von Isenborth hatte geglaubt, er könne das Schloss verkaufen, ordentlich Geld einsacken und sein restliches Leben in einer Villa am Meer genießen. Aber wer hätte ahnen können, wie schwer es war, ‚mal eben‘ ein altehrwürdiges Schloss an den Mann zu bringen?!

Der Schlossverwalter war dabei keine große Hilfe gewesen! Dass er seinen alten Herren hatte auf dem Friedhof beisetzen lassen, war auch schon das Einzige, was dieser Nichtsnutz zu Stande gebracht hatte.

Alles musste man selbst machen, dachte Herr von Isenborth grimmig, als er in seinem glänzend schwarzen Mercedes das Ortsschild der Gemeinde passierte, an deren Rand das Schloss seines Vaters stand.

Er hasste dieses verschlafene Kaff, hatte es immer schon gehasst. Welch eine Freude es ihm gewesen war, diesen Ort hinter sich zu lassen. Weg von dieser Einöde, weg von den verschrobenen Dörflern und vor allem: weg von seinem furchtbaren Vater.

„Home Sweet Home …“, murrte er. „Immer noch dasselbe hässliche alte Ding!“

Die Haare an seinen Armen stellten sich auf. Hinter ihm war das große Eisengatter kreischend zugeschwungen. Continue Reading

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Instagram-Party ohne uns oder #rebellenrudis unter sich

18. Juli 2018

“Du kannst nicht dieselben Wege wie alle anderen gehen und erwarten, dass du zu neuen Orten findest.” – selbst ausgedacht

 

Ich habe es immer und immer und immer wieder versucht: Eine Möglichkeit zu finden, Social Media für das zu nutzen, was mir wichtig ist, ohne mich dabei selbst zu verlieren. Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich mich einfach nicht länger selbst belügen kann. Ich habe mich ein ums andere Mal verloren. Instagram & Co. bereiten mir beinahe körperliche Schmerzen, so sehr geht mir diese virtuelle Scheinwelt auf den Keks.

Wenn ich noch einmal eine leichtbekleidete Frau gezeigt bekomme, die sich für #bodypositivity lasziv vor der Kamera rekelt, dann wird mir wohl schlecht. Wenn ich noch einmal einen selbsternannten Yoga-Guru sehen muss, der total #zen irgendwelche Yoga-Kunststücke für die Kamera vorturnt, dann wird mir wohl speiübel. Wenn mir noch einmal jemand etwas von wegen vegan und Umweltschutz erzählen will, während er gleichzeitig mit dem Flugzeug um die Welt jettet, dann werde ich wohl jemandem vor die Füße k***en müssen. Continue Reading

Allgemein Kolumnen

#SELBSTLIEBEKOLUMNE No. 14: Zeit mit dir

14. Mai 2018

“Wer zu viel Zeit mit Äußerlichkeiten verbringt, dem fehlt die Zeit für sich selbst.”

Morgens 2h im Bad bis Haare, Makeup und Outfit perfekt sitzen. Nach der Arbeit 2h im Fitness-Studio bis auch die letzten überflüssigen Kalorien verbrannt sind. Abends noch 1h Hausarbeit bis mögliche Gäste vom Fußboden essen könnten.

Wie viel Zeit investiert du in dein Aussehen und deine Außenwirkung in der Woche? Wie viel Zeit investierst du, um nach außen hin alles perfekt erscheinen zu lassen, es allen recht zu machen? Und vor allem warum? Weil man es von dir erwartet? Weil du es von dir erwartest? Weil du glaubst, du könntest nur dann glücklich sein, wenn im Außen alles unter Kontrolle ist? Continue Reading