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#atempäuschen No. 3: Social Media-Detox

4. Mai 2018

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal jemanden diesseits der 70 ohne Handy vor der Nase an einer Bushaltestelle gesehen habe. Während man früher noch die genaue Zusammensetzung des Kloreinigers auf dem stillen Örtchen studiert hat, lässt man sich heutzutage von Instagram Influencern bespaßen. 3-Jährige können mittlerweile auch besser mit dem Handy als mit Bauklötzen umgehen. Man könnte fast meinen, dass der moderne Mensch mit Smartphone als natürlicher Verlängerung des Armes das Licht der Welt oder besser gesagt, den Schein des Handy-Displays erblickt.

Social Media hat einen so großen Stellenwert in unserem Leben eingenommen, dass sich keiner mehr richtig Gedanken darüber zu machen scheint, was die ewige Bilderflut mit uns macht. Vielleicht haben die sozialen Netzwerke zu Beginn dazu gedient, sich miteinander auszutauschen. Heutzutage könnte man meinen, dass es um nichts anderes mehr geht als Selbstbeweihräucherung. Jeder ist gefühlt Blogger, Influencer oder Coach. (Frage an mich selbst: Wenn alle Menschen Coaches sind, wen coachen die Coaches überhaupt noch?) Jeder führt das perfekte Leben, ist immer nur am Reisen, Essen, Trainieren oder Schminken.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie anstrengend ich Instagram & Co. finde. Ich kann die ewig selben Bilder und die ewig selben Sprüche nicht mehr sehen. Vielleicht bin ich damit die Ausnahme, vielleicht geht es euch manchmal aber auch ähnlich wie mir. Im Prinzip muss jeder selbst entscheiden, wie viel Social Media ihm guttut, aber vielleicht braucht es manchmal auch einen kleinen Denkanstoß von außen:

  1. Beobachte dich doch mal selbst. Wie geht es dir mit Social Media? Hinterlässt eine bestimmte Plattform oder ein Profil ein gutes Gefühl bei dir oder nicht? Folge nur noch Seiten, die dir wirklich guttun. Dem Rest entfolgst du. Auch wenn das bedeutest, dass du mir entfolgst. Social Media ist Freizeit und Freizeit sollte einem nie ein schlechtes Gefühl geben.
  2. Nutze Social Media bewusst. Nehm dir eine halbe Stunde oder Stunde am Tag Zeit und belass es dabei. Versuche diesen unbewussten Griff zum Handy in kurzen Wartepausen zu vermeiden. Jede Gedankenpause ist wertvoll. Nutze sie, statt dich zumüllen zu lassen.
  3. Schalte dein Handy immer mal wieder ganz ab. Egal, ob für eine Stunde, für die Dauer eines Spaziergangs oder aber auch mal für einen ganzen Tag (z.B. Sonntag). Social Media hat nichts mit dem echten Leben zu tun. Wer nur auf Social Media lebt, der verliert den Bezug zur Wirklichkeit.

Unsere Zeit ist einfach so kostbar. Lasst uns doch mal wieder häufiger überlegen, was wir mit unserer Zeit anfangen. Der Blick weg vom Handy lohnt sich!!! Und die Kloreiniger dieser Welt werden uns die zurückgewonnene Aufmerksamkeit auch danken…

KeRa <3

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